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Auferstanden - Ein Ostergruß vom MKC

Ostern - das Fest der Auferstehung Jesu‘.

Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt - der Text der Nationalhymne der Deutschen Demokratischen DDR von Johannes R. Becher, dessen Worte so optimistisch zukunftsgerichtet waren, dass die DDR-Führung den Text schließlich lieber verschwieg.

In diesen Tagen begehen wir das 2. Osterfest, das so recht keines sein will. Kontaktbeschränkung, Lockdown - keine legale Zusammenkunft für größere Familien und erst recht keine in einem Verein. Wie gern hätten wir in diesem Jahr endlich wieder am Gründonnerstag einen Jung- oder auch Nicht-mehr-ganz-so-jung-Minister in ein Osterhasenkostüm gesteckt und durch unser Dorf „gejagt“, um uns schließlich alle gemeinsam im Vereinsheim zu treffen und endlich mal wieder Vereinsarbeit zu machen. Nämlich ganz satzungsgemäß durch gesellige Zusammenkünfte Freude zu verbreiten und Menschen einander näher zu bringen.

Heute, nachdem der Karfreitag nun auch vergangen ist, wissen wir einmal mehr: es war kein schlechter Traum, der Lockdown wird fortgeführt und unsere Leidenszeit dauert an. Zugegeben, mit Jesus‘ Passion, die schlussendlich am Kreuz endete, sind die von der MPK beschlossenen Beschränkungen, die zumeist durch die Landesfürst*innen wieder aufgeweicht werden, kaum vergleichbar. Allerdings ist Jesus bereits am 3. Tag wieder auferstanden. Unsere „Leiden“ dauern nun schon mehr als ein Jahr und es sieht - dank der sagenhaften Krisenbewältigung unser Polit-Eliten - nicht so aus, als ob der Spuk in 3 Monaten schon vorbei wäre.

Und damit sind wir dann doch wieder bei Johannes R. Becher:

Auferstanden aus dem Lockdown
und der Hoffnung zugewandt,
dass beendet bald der Alptraum,
weil der Spahn noch Impfstoff fand.
Wenn die Inzidenz gesunken
und man Trän‘n der Freude weint,
weil Corona ist bezwungen,
dann ist dieser Spuk vorbei
und wir wieder VEREINt,
beim MKC vereint.

Bleiben Sie optimistisch, bleiben Sie närrisch, bleiben Sie gesund.
Wir wünschen Ihnen schöne Osterfeiertage im Kreise Ihrer Familien und viel Erfolg beim Eiersuchen.

Osterspaziergang 2021

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden belebenden Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück.“

Wer kennt sie nicht, die Zeilen aus Goethes Osterspaziergang. Den Sinneswandel des Dr. Faust, weg von negativen Gedanken vom Vortag, an dem er seinem Leben noch ein Ende setzen wollte, hin zu einer wiederentdeckten Lebensfreude, die das Ende des Winters, die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, die Feierlichkeiten zum Osterfest und das bunte Getümmel der Leute ihm geben.

Große Worte, die der alte Goethe da verfasst hat, sprechen sie uns doch eigentlich aus dem Herzen: der Winter ist vorüber und mit den steigenden Temperaturen und der steigenden Verfügbarkeit an Impfstoff waren auch wir beseelt davon, „aus dem hohlen finstern Corona-Tor“ wieder raus in unser Leben zu kommen, das uns vor der Pandemie so lieb und teuer war.

Naja, so richtig war das dann ja nun nichts, denn „an Impfstoff fehlt‘s im Revier, wir nehmen weiterhin Durchhalteparolen und den Lockdown dafür“.

Zum Glück hat auch unser MKC so einen großen Dichter, (Johann Wolfgang von) Hütte, der den Osterspaziergang kurzerhand ins Jahr 2021 transformiert hat. Mit seiner „Mischung aus dem Original und heutiger Realität“ schildert er seine Eindrücke zur Lage der Nation, sehr treffend, wie wir finden. Mit Lockerungen und Modellversuchen versucht man nun, uns ein Stückchen Normalität zurückzugeben. Bei aller Freude hierüber: Nach Monaten des downgelockten Kampfes um sinkende Inzidenzen birgt dieser Weg ein großes Risiko, denn trotz Einschränkungen haben die Mutanten aus England, Südafrika oder woher auch immer den Inzidenzwert „auf höckstem Niveau“ - wie es unser scheidender Bundestrainer formulieren würde - gehalten.

Und nun haben wir auch noch zu wenig Impfstoff. Oder solchen, der zu viel Risiko in sich tragen soll. Wobei? 7 Thrombosen auf 1,6 Mio. Impfungen wirkt als überschaubares Risiko, wenn die Anti-Babypille die gleiche Fallzahl schon bei 10.000 Menschen erreicht.

Naja, wie auch immer. Beim Pandemie-Krisenmanagement unserer Regierigen - so schrieb es erst kürzlich einer der Stammtischbrüder - werden wir wohl dieses Jahr nicht mehr an den Stammtisch kommen. Und nächstes Jahr gibt es womöglich keine Stammtische mehr.

Und damit kommen wir wieder auf den Hütteschen Osterspaziergang zurück, den wir gleich mal auf unsere Startseite gestellt haben. Möget auch ihr beim Lesen den Optimismus behalten oder gar zurückgewinnen, dass wir uns irgendwann wieder ins Getümmel werfen können oder auf lustigen, bis zum Sinken beladenen Nachen Boots- oder Kreuzfahrten machen können. Oder einfach an den Stammtisch zurückkehren. Und dann grünt auch für uns wieder Hoffnungsglück.

Bitte bleibt närrisch!

Das Publikum war dies‘ Jahr wieder wundervoll

... und dennoch klingt er traurig, der Schlussakkord in Moll.

Wer erinnert sich nicht an diesen Meilenstein der Film- und Fernsehgeschichte: Bugs Bunny!

Der Song zum Abspann, eigentlich für die Kinderunterhaltung gemacht, hat wirklich alles, was es für einen Rückblick auf etwas zu Ende gegangenes braucht:

  • Die Feststellung, wie wundervoll es doch war,
  • die Traurigket, dass dies nun vorbei sein soll,
  • den Dank an alle, die daran mitgewirkt haben,
  • die Verabschiedung verbunden mit dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen,
  • den Hinweis, dass es eben nur wieder eine „Schau“ wird, wenn ihr alle wieder rein-„schaut“,
  • die Klarstellung, dass der Hinweis auf das reinschauen überflüssig ist, weil wir uns eben einfach darauf verlassen können, dass ihr da seid, wenn es heißt „Bühne frei...“ und
  • schließlich die Erkenntnis, dass die Show immer weitergehen muss und es deshalb genauso viel Willkommen wie Abschied gibt!

Vielsagende Worte, die Bugs Bunny, Daffy Duck und die Looney Tunes da gedichtet haben.

Ähnlich vielsagend ist für gewöhnlich unser Saisonrückblick am Aschermittwoch, wenn unser El Presidente oder ein von ihm beauftragter Saison-Abschlussreden-Redner auf all das zumeist Gute zurückblickt, was in der Saison gut gelaufen ist, wo wir noch besser werden können und uns damit darauf einschwört, in Vorbereitung der nächsten Saison wieder Ideen zu sammeln und voller Vorfreude auf den kommenden 11.11. hinzuarbeiten.

In diesem Jahr fehlte uns dieser emotionale Abschluss, der gerade nach einer durch und durch besonderen Saison auch besonders wichtig erscheint.

Unsere Internetredaktion hat sich daher überlegt, in diesem Jahr den selbst ernannten Abschlussredner zu geben und die Abschlussworte, auch anders als sonst, mit euch allen zu teilen. Dabei soll es auch kein Zufall sein, dass wir diesen Beitrag nicht bereits am Aschermittwoch, sondern eben genau heute, zum Monatsletzten, eingestellt haben:

„Nun ist sie rum, die Saison Nummer Sechzig,
wie war sie doch gestört, der Lockdown so hässlich,
denn wenn man sich‘s genau anschaut,
hat Corona uns schlicht die 5. Jahreszeit geklaut.

Kein‘ Frühschoppen, kein‘ Umzug, kein‘ Karneval?
Dies Motto galt nicht nur hier, sondern überall.
So mussten wir, ganz notgedrungen,
ins WWW verlagern, was uns auch gelungen,
und dennoch, das steht zweifelsfrei fest,
virtueller Karneval is never „at it‘s best“.

Schau’n wir zurück auf diese 60. Saison,
das wissen jung und alt längst schon,
begann diese schon so sonderbar,
als am 11.11. kein Mensch am Schlösschen war,
als zwei Minister als eine Art Delegation,
die Fahne hissten als Symbol der närrischen Session.

Auch der Erfurter Karnevalsgemeinschafts-Dachverband
ganz neue Wege für die 5. Jahreszeit fand.
Sie riefen zusammen mehrere närrische Vereine
und stellten kurzerhand eine Video-Performance auf die Beine.
Mit Trommelwirbel und gemeinsamer Tanzchoreografie
stifteten auch sie etwas närrischen Frohsinn in der Pandemie.

Auch beim MKC waren wir dies‘ Jahr voll multimedial,
wir gingen auf den Sozialkanälen total viral,
schenkten euch Beiträge an jedem Veranstaltungstag
und schafften schließlich, was es in 60 Jahren noch niemals gab.
Unser Video vom ‚Marbacher Umzug‘ erreichte weit mehr als 5.000 Personen,
es zeigte sich bald, dass unser Aufwand sich tat lohnen.

So haben wir denn das Beste aus der Situation gemacht,
auch wenn wir nur vom Sofa aus haben gesungen, getanzt und gelacht.
So wollen wir schließlich all jenen Danke sagen,
die zum Gelingen des Virtual-Karneval beigetragen:

Den Hanemännern als unserem Flaggenhiss-Kommando,
den Gardemädels für die Idee ja sowieso,
auch allen, die aus ihren Videoarchiven Filmmaterial ausgegraben
und denen, die schließlich die Sachen gepostet haben.
Besonders danken wir euch, unserem treuen Publikum,
für eure Klicks, Likes, Kommentare, für jedes positive Votum.

Ein Dank gilt auch unseren treuen Förderern und Sponsoren,
die uns auch unterstützen beim Karneval nur auf Monitoren.
Gemeinsam sind wir durch diese sonderbare Saison gekommen,
auch wenn Corona uns die Feier zum großen Jubiläum genommen.
Längst ist klar, innerhalb wie im Umfeld des Vereins,
die große Party gibt‘s dann halt in Saison 60 plus 1.

Mit einem Saisonabschluss gehen immer auch Veränderungen einher.
Dies‘ Jahr betrifft eine unseren Harald Dressler.
Ihm verdankt der MKC seine Präsenz bei Mark Zuckerberg.
Ohne ihn wär‘ der Verein noch heute sozialer Medienzwerg.
Nun tritt er in den medialen Ruhestand,
gab der jungen Garde das Facebook-Zepter in die Hand.
Als Minister, Stammtischbruder, Archivar bleibt er weiter uns erhalten,
als Dank für seine Meriten wir beide Like-It-Daumen hoch halten.

Noch größer der Umbruch bei den Öffentlichen Relationen,
denn wenn er auch geht unter stehenden Ovationen,
hat sich Wolfgang Georgi, fast 30 Jahre ein MKC-Minister ‚Hans Dampf in allen Gassen‘,
reiflich überlegt und ohne Groll unseren Elferrat zu verlassen.
Sein Abgang, so denk ich, das ist eine echte Zäsur,
die Lücke zu schließen eine Herkulesaufgabe pur.
Wir zeigen uns dankbar für seine vielen Verdienste um den Verein
und glücklich, dass wir weiterhin Freunde könn‘n sein.
Vielleicht gelingt‘s uns, zu füllen den tiefen Krater,
wenn Wolfgang ihn nimmt, den Job als Elferrats-Berater.

Das Vereinsleben muss weitergehen, denn wie wäre das toll,
wenn‘s bald wieder hieße: Das Publikum war heute wieder wundervoll.

„Trink auf die Freude, denn heut ist heut
Das was erfreut, hat noch nie gereut
Fülle mit Leichtsinn dir den Pokal
Karneval, Karneval
Hast du zum Küssen Gelegenheit
Mensch dann geh ran mit Verwegenheit
Sag niemals nein, wenn das Glück dir winkt
Bald das Finale erklingt
Am Aschermittwoch
Ist alles vorbei (ist alles vorbei)...“

Welch wahre Worte Jupp Schmitz doch gefunden hat, als er die obigen Zeilen zum Besten gab.
Morgen ist also die 60. Saison den MKC vorbei. Dass es eine besch... ...eidene Saison war, darüber braucht man nicht lange diskutieren. Keine öffentliche Veranstaltung mit unserem Spitzenpublikum, keine Vereinszusammenkünfte, nichts.
Obwohl, wir haben das Beste daraus gemacht! Unser Martin Hanemann hat die Zahlen immer im Blick, aber es fehlen einfach noch 1-2 Klicks, dann hätten wir die 4.000 Besucher und damit den MKC-Vereinsrekord für die Ewigkeit aufgestellt. Dass wir wohl den besten Umzug in Marbach und Umgebung gefeiert haben, ist dabei fast schon eine Randnotiz. Nein, ist es natürlich nicht, wir haben einen geilen virtuellen Umzug präsentiert, das zählt viel mehr als die absolute Zielgröße.
Naja, however, morgen ist auch das vorbei. Und was bleibt von dieser Saison? Die Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt, dass diese Jahr im närrischen Kalender das einzig schwarze bleiben möge. Die Tatsache, dass unsere noch etwas ungeordnete Social-Media-Präsenz auf all diesen Kanälen, die die W-W-Welt bedeuten - enormes Potential haben.
Und schließlich natürlich die Erkenntnis, dass unsere MKC-Gemeinde mit allen Freunden und Unterstützern geschlossen auch in der Krise zusammensteht. Und das ist ja eigentlich das wichtigste von all den Dingen, die wir aus dieser Saison mitnehmen. Ach nein, am aller-allerwichtigsten ist der Glaube, dass es im nächsten Jahr alles wieder so sein soll, wie wir alle es gewohnt waren. Und diese Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Bevor wir diese Saison also nun final abschließen wollen, ein letzter musikalischer Rückblick auf eine Saison, die wir in unserer Erinnerung möglichst als einzige ihrer Art verbuchen können wollen, den Karneval im Live-Stream:

...ist nicht nur Margit Sponheimer geboren, am Rosenmontag hat unser närrisches Treiben für gewöhnlich seinen krönenden Abschluss mit der Rosenmontagsparty erreicht.

Vorher steht normalerweise unsere Kappenfahrt durch soziale Einrichtungen der Stadt auf dem Programm. Das beides in diesem Jahr nicht so stattfand, wie wir dies seit Jahren praktizieren, braucht man ob der vielen Verweise auf eine Corona-Saison nicht extra erwähnen. Obwohl, wo wir bereits gestern Bezug auf Asterix und Obelix genommen haben: Ganz Gallien ist eben doch noch nicht von den Römern besetzt. Oder besser: Ganz Marbach ist durch das Corona-Virus nicht von lieb gewonnenen Traditionen zu trennen. Und so war es einmal mehr ein unbeugsamer Geströdig-Bewohner, der auch an diesem Rosenmontag einen Karton Pfannkuchen bei der Bäckerei Roth ‚organisiert‘ hat (dafür herzlichsten Dank) und zumindest den "Marbacher Lausbuben“ eine Freunde gemacht hat. Für die spontane Aktion und das Engagement gilt unserem Martin Hanemann ebenfalls unser Dank.

Und da wir neuerdings cross-medial arbeiten, hier nochmal der Insta-Originalbeitrag zum Nachlesen.


Ach ja, damit endet am heutigen Tag mit der letzten öffentlichen Veranstaltung auch unsere virtuelle Saisonberichterstattung. Keine Sorge, natürlich halten wir euch auch in Zukunft auf dem Laufenden über das Geschehen in Marbach und beim MKC. Doch alles hat nun mal ein Ende und so präsentieren wir heute als letzten Veranstaltungsbeitrag einen Auftritt unseres Männerballetts, schließlich tanzen die immer den letzten Tanz einer jeden Veranstaltung. Wir sagen danke für eure Aufmerksamkeit und hoffen, dass die Vorfreude auf die Saison 60 plus 1 bei euch genauso groß ist, wie bei uns. Bis dahin viel Spaß und bleibt närrisch,

Euer MKC