News

Previous Next

Wenn Ihr beim Lesen von unserem Beitragstitel denkt, jetzt drehen sie völlig ab beim MKC:“Haben die sie noch alle mit ihrem Gegendere?“, dann gibt es 2 Möglichkeiten, hierauf zu antworten.

Für die erste möchte ich gern auf unseren Saisonprolog auf der Startseite verweisen. Denn dort gibt unser Präsident einen ersten Ausblick auf die Saison: „Die Welt steht Kopf, wir stehen auf Karneval“ ist genau das richtige Motto für diese Zeit. Denn auch das Gegendere nimmt - bei aller Berechtigung der Gleichstellung von Mann und Frau - irgendwie schon kafkaeske Züge an. Darf ein Hund, der sich im Herzen als Katze fühlt, eigentlich noch bellen? Naja, und wenn man eben irgendwann das Gefühl hat, dass einem alles zu viel wird, dass man sich als der letzte Normale in einer Welt voller Irren fühlt, dann ist ein Weg schließlich zwangsläufig: nämlich der in die Narrenanstalt. Wir heißen euch recht herzlich Willkommen. Zu unserem diesjährigen Kostümball könnt ihr schon mal üben.

Aber das ist eigentlich gar nicht der Sinn und Zweck dieses Beitrags. Denn Team*Innen und Team*Außen sind keineswegs das Resultat einer völlig überzogenen Genderei. Sie bezeichnen vielmehr 2 Arbeitsgruppen, die in den letzten Wochen ordentlich rangeklotzt haben, um euch einen schönen Karneval in Marbach zu bescheren.

Team*Innen waren dabei die Vereinskameraden, die die Narrhalla in gewohnt schickes MKC-Design verwandelt und den biederen Charme der Sporthalle vergessen gemacht haben. Natürlich auch ganz wichtig, mit hervorragenden Ergebnissen, einfach stark. Danke an Team*Innen.

Team*Außen waren die Bauprofis, die Helden des Pflasterns, Holzbauens, Stahlverbauens - die einfach mit nahezu jedem Werkzeug umgehen können wie Lucky Luke, der Mann, der schneller die Pistole ziehen kann als sein Schatten: Ali, Henne, Hoffer, Marco, Mario, Tommy. Und damit nicht nur die fachlichen Qualitäten im Fokus stehen, sondern auch eine ansprechende Optik, komplettierten Sie am vergangenen Samstag noch Flori und meine Wenigkeit das Team. Standen in den Wochen zuvor Holz hobeln, Erdbewegungen (mit Baggerfahrer Eddie), Pflasterarbeiten, Holz fräsen, Stahlwinkel- und Pfostenschuhmontage sowie Verschraubung der Holzkonstruktion im Vordergrund, galt es nun, Holzgestell aufzubauen, auszurichten und natürlich sturmsicher zu verankern. Zwischendurch hatte ich ja echt meine Zweifel, ob alles, was die Männer da zurechtgesägt und -geschraubt haben, wirklich zu einem ansehnlichen Fahrradunterstand zusammengebaut werden kann. Doch die Jungs haben unter Beweis gestellt, dass sie fast wie bei LEGO passende Teile bauen können, die dann ruckzuck zusammengesteckt (und verschraubt) werden konnten.

Am Ende des Samstags war dann Richtfest. Die Konstruktion stand und sah Spitze aus. Apropos Richtfest, wusstet ihr, dass das Richtfest früher eine wichtige rechtliche Bedeutung hatte, denn das Fest galt als Teil der Entlohnung, damit man schuldenfrei ins neue Haus einziehen kann. Danke, dass unser Vorhaben mit den paar Bieren für die Mannschaft schon als bezahlt angesehen werden kann! 😂

An dieser Stelle seien 3 örtliche Handwerker erwähnt, ohne die wir dieses Vorhaben vielleicht nie, definitiv nicht zeitgerecht vor der ersten Veranstaltung und erst Recht nicht in dieser Qualität hätten errichten können.

Zuvorderst muss man hier Bauservice Poßecker und dessen Inhaber Matze P. nennen. Sein Maschinenpark und sein unermüdliches Engagement, den Bau auch selbst vorantreiben zu wollen, waren ein Garant für den Erfolg.

Der Zweite im Bunde ist MR Montageservice mit Mario, der in unnachahmlicher Art und Weise die Holzschlitze geschlitzt hat, in die schließlich die für die Statik notwendigen Stahlwinkelkonstruktionen versenkt werden konnten.

Und schließlich ist da noch der Stahl, der war nich von Nikolai Ostrowski gehärtet, aber von der Schlosserei Schulz um unseren Ehrenpräsidenten Andreas Schulz gesägt, gebohrt, Rostschutz-gestrichen und 100% passgenau geliefert wurden. Und damit deren Montage auch noch fachgerecht erfolgt, wurde uns Schulz Junior, Marco, als Güte-Prüfer vor Ort vorstellig.

Euch gilt unserer ganz besonderer Dank, was wären nur ohne solche Unterstützung.

Am Donnerstag wurde schließlich noch die Dachkonstruktion für die Saison vorläufig (nach der Saison müssen wir noch das Dach dauerhaft decken) geschlossen, damit unsere Gäste nicht im Regen stehen bleiben müssen. Und die Seitenwand in Richtung Wetterseite wurde mit gleichem Ziel gestellt.

Nun kann die Saison also kommen, wir sind bereit. Und wir freuen uns drauf. Morgen geht es dann mit dem 1. Frühschoppen los. Wenn der nur halb so reibungsfrei gelingt wie unser Bauvorhaben, sind wir uns jetzt schon ganz sicher: Diese Saison wird großartig!

Wir freuen uns auf eure Besuche und grüßen bis dahin mit einem

Marbachia Heijo!

Euer MKC

 

Previous Next

Es war wohl der große griechische Philosoph Aristoteles, der vor reichlich 2000 Jahren die Weisheit besaß, zu folgender Schlussfolgerung zu kommen:

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.

Nun mögen Sie, liebe Leser*Innen und sonstige Lesende, sich möglicherweise die Frage stellen: „Und was hat das alles mit diesem Karnevalsverein zu tun?“

Viel, so möchten wir entgegnen, viel!

Denn es waren diverse Vereinsmitglieder*Innen, die sich an etwas Großes gemacht haben - die Neugestaltung unseres Vereinsheimes, unserer Narrhalla, der Heimat der Marbacher Vereine, unserem SuFz.

Und es waren nicht nur MKCler, sondern auch Sportfreunde, heute auch MBV-Burschen, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen auf dem Gelände des Sportgeländes engagiert haben, um etwas wirklich Schönes und Neues zu schaffen.Endlich wurde die alte Dreckpiste im Zugang zur Sporthalle entfernt und die zuvor etwas lieblos dahingepflanzte Treppenanlage durch eine barrierearme Rampe ersetzt. Natürlich hätten wir das alles auf fremdem Grund nicht gemacht, wenn es nicht auch einen Mehrwert für uns Vereine als Nutzer der Anlage hätte. Aber mal ehrlich, guckt mal hin, trefflicher als mit der Arbeit von motivierten Vereinsmitgliedern, die richtig Freude am Herstellen dieses Werkes hatten, hätte es wohl auch die teuerste Fachfirma nicht hinbekommen.

Apropos Fachfirma. Selbstredend wäre das alles nicht oder deutlich schwerer ohne die fachkundige Unterstützung von BSP und dessen Inhaber Matthias Poßecker entstanden. Danke auch dafür, großes Tennis. Wir sind noch nicht am Ende, also wir sind noch nicht fertig mit unseren baulichen Aktivitäten. Doch wir haben auch immer noch Freude, diese Aktivitäten weiter zu forcieren. Für unsere Vereine, für Marbach und damit auch für Sie und euch. Wir werden weiter berichten, bleiben Sie gespannt.

Und weil wir ja auch immer „soschiähler“ werden, verlinken wir hier gern noch auf den Beitrag unseres Soschiäl-Mädchen-Teams, die auf Insta einfach schneller waren als das konventionelle Internetz:

Nun müssen wir nicht mehr lange auf Silvester warten

Wenn man im Internet nach „Warten auf Silvester“ googelt, dann findet man schnell den Spruch:

“Ich muss gar nicht auf Silvester warten, einen Knall habe ich schon lange.“

Klingt irgendwie nach einem närrischen Slogan, wenn man sich selbst nicht zu ernst nimmt, um schließlich andere aufs Korn nehmen zu können.

In diesem Jahr hat man nach 2 Jahren des Verbots von Feuerwerksverkauf auch noch zusätzlich eine Diskussion eröffnet, wie unverantwortlich es doch wäre, in Zeiten von Kriegen in Europa und ohnehin wider dem Schutz von Um- und Tierwelt Silvesterknaller zu zünden. Gefühlt gab es daher in diesem Jahr auch weniger Knallkörper zu kaufen. Und damit schließt sich auch hier der Bogen zum närrischen Brauchtum: Müssen wir denn Traditionen und Bräuche immer gleich in Frage stellen, nur weil unsere gesellschaftliche Entwicklung neue pseudobedeutsame Themen völlig überhöht? Jeder erwartet von uns Toleranz, wenn Menschen sich plötzlich nicht mehr entscheiden können, ob sie nun Männlein oder Weiblein sein. Der/die Veganer*in erwartet Verständnis, dass er/sie weder Fleisch noch Fisch is(s)t. Warum werden anderen also schlechte Gewissen gemacht, wenn sie an Bräuchen, die es in Europa nachweislich seit dem 14. Jahrhundert gibt, festhalten und den Abschied vom alten Jahr eben mit etwas Knall und Feuerwerk begehen wollen.

Irgendwann kommt es noch so weit, dass die silvesterliche Tradition des „Dinner for One“ im Fernsehen verboten wird, weil das Bild ohnehin nicht farb- und UHD-tauglich ist, die Trunksucht einer älteren Dame und deren Spätfolgen für den armen Butler beinahe glorifiziert werden. Dass die Dame zudem nicht Herr ihrer Sinne ist, wenn sie gar nicht mehr realisiert, dass Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom längst verschieden sind, sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Obwohl der letzte ihrer Freunde vor 25 Jahren gestorben ist, prostet Miss Sophie ihnen weiterhin zu. Als hätte sie den WhatsApp-Status der Herren nicht mal gecheckt („Zuletzt online am …“) oder mal in die Facebook-, Twitter- oder Insta-Beiträge geschaut, die die Herren zuletzt als rüstige Frührentner gezeigt hätten, während Miss Sophie ihren 90. feiert.

Naja, wie auch immer, so ist es halt mit der Tradition: mag sie zuweilen auch etwas altbacken und in schwarz-weiß daher kommen, so ist und bleibt es eben Tradition - die wir von unseren Eltern vermittelt bekamen und die wir zumindest versuchen, an unsere Kinder weiterzugeben.

Aber ganz gleich, ob auch ihr Närrinnen und Narren nun Feuerwerkstraditionalisten seid oder ihr auch ohne Feuerwerk einen Knall habt, heute ist Silvester. Und wie auch immer ihr euren Silvesterabend begeht, das alte Jahr hat nur noch wenige Stunden, die euch zum Warten verbleiben.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Silvesterparty, einen guten Rutsch in das bevorstehende 2023 und für dieses nur das Beste. Bleibt gesund und vor allen Dingen närrisch!

 Am heutigen Tage hat uns die traurige Nachricht ereilt, dass unser langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied

Anton Kaiser

Anton Kaiser

für immer von uns gegangen ist.

Anton war eines dieser Marbacher Urgesteine. In der Feuerwehr schon seit Mitte der 50er aktiv, fand er relativ früh auch den Weg zum noch jungen MKC. Unseren Verein prägte er über viele Jahre ein gutes Stück mit, er war Teil der legendären "Ladenhorcher" (1974-1981/82) und hatte zahlreiche Auftritte als einer der "Lustigen Gesellen". Auch wenn es mal etwas zu werkeln gab, brachte Anton als gelernter Tischler sein Talent stets zum Wohle unseres Vereins ein.

Zuletzt aktiv auf der Bühne sah man ihn den Jahren 2005/2006 als Teil der zu je 50 Prozent aus "Alt" und "Jung" besetzten "Fifty-Fifties".

Auch nach seiner Zeit als aktiver Narr blieb er dem Verein und der närrischen Sache treu, man sah ihn häufig bei den Seniorenveranstaltungen und bereits im Jahre 2001 wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Nun, im Alter von närrischen 88 Jahren hat sein großes karnevalistisches Herz aufgehört zu schlagen.

Wir verneigen uns in tiefer Trauer, Dankbarkeit und Respekt vor Anton Kaiser. Wir werden dir immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, wir wünschen ihnen Kraft in diesen schweren Stunden und Trost in der Erinnerung an Antons langes und erfülltes Leben.

Der Vorstand des Marbacher Karneval Club e.V.
im Namen aller Mitglieder

 

Zur Erinnerung an Anton Kaiser hier noch ein paar Impressionen aus seinen Jahren als aktiver Karnevalist:

  • AntonKaiser1.jpg
  • AntonKaiser2.JPG
  • AntonKaiser3.JPG
  • AntonKaiser4.JPG
  • AntonKaiser5.JPG

 

 

 

***

Stille Nacht…

Heute, Kinder, wird‘s was geben. Heute werden wir uns freuen.

Vor einigen Jahren fragte unser Fußball-Kaiser, überwältigt vom sagenhaften Angebot eines Telekommunikationsunternehmens: „Ja is‘ den heut‘ schon Weihnachten?“ Ja, liebe närrische Lesergemeinde, heute ist Weihnachten. Heute ist der Heilige Abend, die Stille Nacht, die Heilige Nacht.

Wir alle haben unsere Rituale, unsere Traditionen für diesen Tag. Manch einer rennt noch schnell in den Einzelhandel, weil ihm die Geschenke fehlen. Danke an dieser Stelle an alle Einzelhandels-Bediensteten, dass ihr dies überhaupt möglich macht. In vielen Familien wird heute der Baum 🌲 geputzt, damit heute Nachmittag oder am frühen Abend die Bescherung unterm Tannenbaum stattfinden kann. So mancher schmeißt sich heute in den roten Mantel (und damit ist keineswegs unsere närrische MKC-Uniform gemeint) und beschert die leuchtenden Kinderaugen, während er (oder sie) bei Familie, Freunden oder in der Nachbarschaft einen Weihnachtsmann-Auftritt hinlegt.

Am Nachmittag oder zum Abendessen kommt die ganze Familie zusammen und auch da gibt es ganz ganz unterschiedliche Bräuche: die einen halten das heutige Abendmahl bewusst ganz bescheiden - Würstchen mit Kartoffelsalat oder ein Fischgericht - die nächsten Tage werden schließlich opulent genug. Die anderen lassen es heute schon krachen, wenn der Raclette-Grill brennt oder der Fonduetopf brodelt.

Und schliesslich ist heute der Tag, an dem die meisten von uns (das eine Mal im Jahr) den Weg in die Kirchen finden - gar nicht so bewusst im Andenken an die Geburt Jesu im Stall in Bethlehem. Viele eher als Eltern und Großeltern, wenn das (Enkel-)Kind einen Auftritt im Krippenspiel hat, manche aber einfach auch, weil es am Weihnachtsheiligabend nichts besseres gibt, als sich das „Warten auf‘s Christkind“ mit einem Spaziergang in die Kirche zu verkürzen. Schließlich werden dort heute die Melodien gespielt, die jeder kennt und so fällt es heute auch nicht auf, dass man als ungeübter Kirchgänger zumeist die Lieder nicht mitsingen kann. Außerdem trifft man Menschen aus dem Ort, kann sich schöne Weihnachten und alles Gute für das bevorstehende neue Jahr wünschen.

Ganz gleich, welche Traditionen bei Ihnen, bei euch heute zur Anwendung kommen, am Ende der Weihnachtsfeiertage werden wir sehr wahrscheinlich feststellen, dass wir wieder viel zu viel gegessen haben, weil es uns eigentlich (zu) gut geht. Schön, dass es so ist. Und dennoch, ist es nicht gerade der Sinn von Weihnachten, auch an diejenigen zu denken, denen es nicht so gut geht - so wie einst Maria und Joseph, die auf der Suche nach einer Schlafstatt nirgendwo hereingebeten wurden und daher schließlich Gottes Sohn in einem Stall das Licht dieser Welt erblickte.

Dieser Tage las ich in der Zeitung einen Artikel von einer jungen Frau (gerade 20), für die es „ihre“ Aufgabe für den Heiligabend war und ist, für Menschen, die Weihnachten alleine sind, für einsame Seelen, eine Weihnachtsfeier auszurichten. Respekt, für so viel Engagement und Nächstenliebe - erst recht in der eigentlich verlorenen Generation Z.

Nehmen wir uns also an dieser jungen Frau ein Beispiel, schenken wir zum Weihnachtsfest Liebe, zeigen uns besonders hilfsbereit, dankbar und mitfühlend. Vergessen wir nicht, dass es Menschen gibt, denen es erheblich schlechter als uns selbst. Denn das ist der Sinn von Weihnachten.

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden des Marbacher Karnevals ein paar besinnliche, erholsame und schöne Weihnachtsfeiertage. Möge Ihr und euer Weihnachten genau so sein, wie Sie resp. ihr euch das vorgestellt habt.

Oder um es mit den Worten des kleinen Lord Fauntleroy zu schließen, der erst gestern Abend wieder im Fernsehen flimmerte: „Frohe Weihnachten wünschen wir ihnen allen! Und allen Menschen überall! Frohes, gesegnetes Fest!“

Search