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Osterspaziergang 2021

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„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden belebenden Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück.“

Wer kennt sie nicht, die Zeilen aus Goethes Osterspaziergang. Den Sinneswandel des Dr. Faust, weg von negativen Gedanken vom Vortag, an dem er seinem Leben noch ein Ende setzen wollte, hin zu einer wiederentdeckten Lebensfreude, die das Ende des Winters, die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, die Feierlichkeiten zum Osterfest und das bunte Getümmel der Leute ihm geben.

Große Worte, die der alte Goethe da verfasst hat, sprechen sie uns doch eigentlich aus dem Herzen: der Winter ist vorüber und mit den steigenden Temperaturen und der steigenden Verfügbarkeit an Impfstoff waren auch wir beseelt davon, „aus dem hohlen finstern Corona-Tor“ wieder raus in unser Leben zu kommen, das uns vor der Pandemie so lieb und teuer war.

Naja, so richtig war das dann ja nun nichts, denn „an Impfstoff fehlt‘s im Revier, wir nehmen weiterhin Durchhalteparolen und den Lockdown dafür“.

Zum Glück hat auch unser MKC so einen großen Dichter, (Johann Wolfgang von) Hütte, der den Osterspaziergang kurzerhand ins Jahr 2021 transformiert hat. Mit seiner „Mischung aus dem Original und heutiger Realität“ schildert er seine Eindrücke zur Lage der Nation, sehr treffend, wie wir finden. Mit Lockerungen und Modellversuchen versucht man nun, uns ein Stückchen Normalität zurückzugeben. Bei aller Freude hierüber: Nach Monaten des downgelockten Kampfes um sinkende Inzidenzen birgt dieser Weg ein großes Risiko, denn trotz Einschränkungen haben die Mutanten aus England, Südafrika oder woher auch immer den Inzidenzwert „auf höckstem Niveau“ - wie es unser scheidender Bundestrainer formulieren würde - gehalten.

Und nun haben wir auch noch zu wenig Impfstoff. Oder solchen, der zu viel Risiko in sich tragen soll. Wobei? 7 Thrombosen auf 1,6 Mio. Impfungen wirkt als überschaubares Risiko, wenn die Anti-Babypille die gleiche Fallzahl schon bei 10.000 Menschen erreicht.

Naja, wie auch immer. Beim Pandemie-Krisenmanagement unserer Regierigen - so schrieb es erst kürzlich einer der Stammtischbrüder - werden wir wohl dieses Jahr nicht mehr an den Stammtisch kommen. Und nächstes Jahr gibt es womöglich keine Stammtische mehr.

Und damit kommen wir wieder auf den Hütteschen Osterspaziergang zurück, den wir gleich mal auf unsere Startseite gestellt haben. Möget auch ihr beim Lesen den Optimismus behalten oder gar zurückgewinnen, dass wir uns irgendwann wieder ins Getümmel werfen können oder auf lustigen, bis zum Sinken beladenen Nachen Boots- oder Kreuzfahrten machen können. Oder einfach an den Stammtisch zurückkehren. Und dann grünt auch für uns wieder Hoffnungsglück.

Bitte bleibt närrisch!

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