News

Previous Next

Einmal im Jahr, wenn sich die Karnevalskostüme im Schrank eine Pause gönnen und die Sonne über dem Bodenfeld lacht, heißt es beim MKC: Zeit für Sommerfest! Ganz ohne Pappnase, aber mit jeder Menge guter Laune feierte der MKC auch in diesem Jahr seinen ganz eigenen „Rummelbumms“ – und das unter dem Motto: Ein Tag auf dem Jahrmarkt "Rambo Zambo".

Ab 15 Uhr gehörte der Platz den Jüngsten – und wie! Org-Chefin Purzel und ihr engagiertes Team hatten sich ordentlich ins Zeug gelegt, um das Bodenfeld in eine bunte Volksfestlandschaft zu verwandeln. Popcorn, Zuckerwatte, Spiele und Stationen sorgten für strahlende Kinderaugen – und das Bauteam um Ali Soer und Andi Ruffing hatte mit beeindruckendem Einsatz eine Jahrmarktkulisse geschaffen, die keine Wünsche offen ließ. Auf unserem kleinen MKC-Rummel war jede Menge Platz zum Staunen, Toben und Mitmachen.

Ruckzuck vergingen die drei Stunden, in denen unsere Nachwuchsjecken das Fest für sich einnahmen. Zum krönenden Abschluss des Nachmittags präsentierten sie – wie schon in den Vorjahren – einen einstudierten Tanz, der um 18 Uhr für jubelnden Applaus sorgte.

Dann hieß es: fliegender Wechsel – die „Großen“ übernahmen. Ab 18 Uhr trafen die Vereinsmitglieder, Unterstützer und befreundete Vereine ein. Um 19 Uhr eröffnete unser Präsident offiziell den Abend, bevor direkt ins volle Programm übergegangen wurde.

Ein besonderes Highlight war der große Sommer-Contest, bei dem es sowohl Ruhm als auch reichlich Lacher zu gewinnen gab. DJ und Spielleiter „Iff-ect“ moderierte charmant durch die Spiele – mit spitzer Zunge und einem feinen Sinn für Situationskomik. So ließ er etwa durchblicken, dass Gaby beim Luftballon-Darts womöglich eine Fassadensanierung ausgelöst habe – natürlich nur ein Scherz, bei ihr stand schlicht die Null auf dem Zettel. Und dann wurde er gekrönt: Mr. Rambo Zambo, der König des Rummelbumms! Niemand Geringeres als Schmidte vom Männerballett sicherte sich diesen Titel mit einer Performance, die sowohl Jury als auch Publikum staunen ließ. Man glaubt gar nicht, welche Talente in unserem Verein schlummern.

Während die Sonne langsam unterging, blieb die Stimmung hellwach. Annette Heunsch, treues Mitglied und Unterstützerin des Vereins, durfte sich um Mitternacht über ein kollektives „Happy Birthday“ freuen – Geburtstagsständchen im Rummel-Lichterglanz inklusive.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Der Hähnchengrill aus Nohra, das Langos-Team aus dem Saale-Orla-Kreis sowie zahlreiche selbstgemachte Salate und Mitbringsel machten das Sommerfest auch kulinarisch zum Genuss. Und natürlich blieb niemand durstig – dafür sorgten Gisela und Eddie am Rundstand, unterstützt von den sportlichen Thekenhelden von den Sport-Freunden Marbach, darunter Präsident Martin Kästner, der kurzerhand selbst zur Flasche und zum Zapfhahn griff - zum Ausschenken, versteht sich.

Das Wetter? Wie bestellt! Sommerlich bis in die späten Abendstunden – genauso, wie man sich ein gelungenes Sommerfest wünscht.

Unser Fazit:

Ein unvergesslicher Tag voller Herzlichkeit, Spiel, Spaß und Vereinssinn. Der MKC hat einmal mehr gezeigt, dass er nicht nur Karneval kann, sondern auch Sommer – mit allem, was dazugehört. Und während wir noch ein bisschen vom Rummelbumms schwärmen, blicken wir schon erwartungsvoll voraus: In 135 Tagen startet unsere 65. Saison!

Ein außersaisonales Jo-Hei – und bis bald auf unserer MKC-Bühne!

Nachruf auf unser Vereinsmitglied Matthias Poßecker

Es waren die 3 verbliebenen Mitglieder der Band Queen, die mit dem Titel "No-one but you" einen musikalischen Nachruf auf Frontmann Freddy Mercury veröffentlichten.

"Only the good die young" ist die prägende Textzeile, die uns in diesen Stunden durch den Kopf geht - "Nur die Guten sterben jung". Der Tod hat gewiss immer besonders trauriges, weil er doch so endgültig ist. Und dennoch ist es noch einmal viel schlimmer, wenn ein Mensch mitten in der Blüte seines Lebens aus dem Selbigen gerissen wird. Dass der Verstorbene im Sinne der Queenschen Textzeilen ein besonders Guter gewesen war, macht die Bestürzung über den viel zu frühen Tod nicht kleiner.

Mit großer Trauer und tief erschüttert nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Vereinskameraden

Matthias Poßecker,

der am gestrigen späten Nachmittag im Alter von gerade einmal 47 Jahren für immer von uns gegangen ist.

Matthias war über viele Jahre hinweg Mitglied unseres MKC. Und er war noch mehr als das. Matthias war Marbacher durch und durch. Er lebte für diesen Ort. Auf seine Hilfsbereitschaft und seine Unterstützung konnte jeder in Marbach bauen. Er hat noch vor wenigen Monaten die Sport-Freunde und den MKC dabei unterstützt, den Eingang zu unserem SuFz neu zu gestalten und mit dem Vordach auszustatten, das sich mittlerweile bei den Nutzern größter Beliebtheit erfreut.

Er war Mitglied und Sponsor des MKC und stand bei unseren Veranstaltungen selbst als Schlagerboy auf der Bühne, keiner hatte so elastische Beine wie Matthias in seiner Rolle als Schmidtchen Schleicher. Es ist kaum 3 Monate her, dass Matthias letztmalig auf der MKC-Bühne stand. Wer erinnert sich nicht an seinen letzten Schlagerboy-Auftritt, als er in seiner wahren Profession, als "Bodo mit dem Bagger" noch einmal für uns baggerte. Nun ist er für immer von uns gegangen – wir werden ihn sehr vermissen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, vor allen Dingen seiner Conny und allen, die ihm nahestanden. 

Wir werden Matthias in ehrender Erinnerung behalten.

Der Vorstand
im Namen des Marbacher Karneval Club

Der Jahrhunderte alte Brauch des Osterhasen beim MKC

Wir gehen davon aus, dass nicht jeder in unserer geneigten Leserschaft regelmäßig auch unseren Glossar durchstöbert, um mehr über den MKC, seine Bräuche und Traditionen zu erfahren. Da es sich unser Minister Harald Dressler zur Aufgabe gemacht hat, diese MKC-Historie zu konservieren und dafür zu sorgen, dass diese von Generation zu Generation weitergegeben wird ("Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht.", sagte schon unser Uralt-Bundespräsident Theodor Heuss), hatte er spontan die Idee. Ostern steht vor der Tür. Wäre es da nicht an der Zeit, die Geschichte von der Jahrhunderte alten Tradition des MKC-Osterhasen nochmal zu verschriftlichen?

Harald erzählt in Auswertung seiner Erinnerungen und den ihm zugänglichen Quellen die Geschichte wie folgt:

Wenn man ein Elferratsmitglied des MKC fragt, was es mit der Tradition des Osterhasen beim MKC auf sich hat, bekommt er mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht zur Antwort: Das ist eine Jahrhunderte alte Tradition…

Der MKC hat sich in den mehr als 60 Jahren seines Bestehens einige Traditionen zugelegt, deren Pflege Teil unserer Kultur geworden ist.

Zum Beispiel ist es Usus, dass jedes neu im Elferrat aufgenommene Mitglied verantwortlich ist für den Weihnachtsmann zur Jahresendfeier. Weiterhin muss jeder Ministerin und jeder Minister die obligatorische jährliche Ausfahrt organisieren. Das sind sozusagen die „Feuertaufen“.

Es war auch eine lang gehegte Tradition, dass sich der Elferrat, mit liebreizenden Gattinnen und Freunden, jeden Karfreitag bei Hanemanns sen. hinterm Bahndamm zusammenfand, um am Grill und mit Osterwasser, gehopft oder auch unterhopft, das Osterwochenende einläuteten.

2010 wurde unser heutiger Präsident, Dr. Frank Limberger, in den Elferrat aufgenommen. Auch Ihm wurden die zwei bis dato pflichtigen Prüfungen als Ministerweihe auferlegt. Und aus einer Bierlaune heraus wurde die Idee geboren, dass er als Neuminister auch eine dritte Prüfung bestehen sollte. Nämlich, als Osterhase verkleidet durch Marbach zu hoppeln, mit einer Adressliste in der Hand, wen er alles aufsuchen sollte.

Das wurde Dr. Frank Limberger als „Jahrhunderte alte Tradition“ verkauft.

Und es kam so, wie man es erhofft hatte. Als Osterhase verkleidet verließ Frank sein Haus, mit einer Kiepe auf dem Rücken begab er sich zur ersten Adresse. Nach ein wenig Fußmarsch wurde ihm offeriert, dass er nicht weiterlaufen bräuchte. Er hatte Glück und wurde direkt zum Gut Hanemann im Geströdig gefahren.

Wie groß war die Überraschung, als er dort alle Leute traf, die er angeblich hätte aufsuchen sollen.

So entstand eine neue Tradition. Sie wurde über die Jahre fortgeführt, blieb aber immer noch mehr oder weniger intern.

Der MKC wäre jedoch nicht der MKC, wenn er so eine Aktion nicht noch fortentwickeln, ach, sagen wir: "toppen" würde.

Vor einigen Jahren, es war die Osterhasenzeit unseres heutigen Vize, Michael Kotylla, zog erstmalig ein kleiner Tross (es waren kaum mehr Leute als Finger an einer Hand) mit Handwagen, kleinem Biervorrat und jeder Menge Ostereier durch Marbach. Der Wandergruppe fehlte etwas die Disziplin, so dass eine Einkehr bei einem namentlich nicht näher erwähnten Minister namens Olli Illguth der Gruppe doch merklich Schlagseite verpasste, als sie schließlich am Vereinsheim eintrafen.

Von da an war das heute als "Osterhasenrun" betitelte Warm-Up eines kleinen Umzugs durch Marbach mit dem Osterhasen und seinem Gefolge beschlossene Sache. Um festgelegte Stopps bei dem ein oder anderen Minister wird jährlich eine kleine Route bestimmt. Und längst wird Ostern beim MKC nicht mehr elferratsintern gefeiert, sondern alle Mitglieder und Freunde des MKC können und sollen ihren Spaß dabei haben.

Wem der Osterhase auf dem Weg begegnet, der soll nicht leer ausgehen. Unser Hasi hat immer ein paar Ostereier im Gepäck. Die Kinder freut es, uns auch.  

Ziel des Osterhasenrun war und bleibt das „Familienfreundliche Sport- und Freizeitzentrum“.

So wurde diese „Jahrhunderte alte Tradition“ begründet und sogar auf einem höheren Level fortgeführt. So ist das eben beim MKC.

Frohe Ostern

Won‘t forget these days - Rückblick auf unsere 64. Saison

Es war an unserem ersten Kostümball, als Minister Frank Marini zum Finale spontan einen  „Fury In The Slaughterhouse“-Song einforderte und die Chartbreaker-Tourettes als Finalisten diesen spontan kurz anspielten. Vielleicht hätte man auch diesen Song, „Time To Wonder“ als Aufhänger für diesen Beitrag nehmen können, denn schließlich war die vergangene Saison eine “Zeit zum Staunen“. Doch wie heißt es im Lied dann weiter: „wir warten, bis es zu spät ist“ - nach dem Aschermittwoch ist es für uns Narren leider auch schon wieder vorbei, zu spät also, um weiterzustaunen. Wie auch immer, Frank hat mit seinem Einwurf zumindest meine Erinnerung an die alten Fury-Songs geweckt und da fiel mir dann auch schnell ein anderer Song ein: „Won‘t forget these days“ - Ich werde diese Tage nicht vergessen.

Ich denke, das trifft es sehr gut, wenn ich an unsere Saison zurückdenke. Diese 64. Saison werden wir nicht vergessen, denn es war eine ganz großartige Saison. Unser Motto, quasi unsere “Wahlkampfparole“ war der Spaß, den wir uns zum Ziel gesetzt hatten. Ein bisschen Verlässlichkeit in einer ansonsten von vielen Versprechungen geprägten Politik, die wiederum selten zur Realität werden.

Und wir haben konstant „abgeliefert“. Aber der Reihe nach:

1. Frühschoppen

Wie in jedem Jahr startete unser Veranstaltungsmarathon mit dem 1. Frühschoppen am 15. Februar. Ein Wochenende später folgten der 2. und 3. Frühschoppen, die, wie schon in den vergangenen Jahren unter dem Namenspatronat von der Rost Bedachungen GmbH bzw. der Hubert Müller & Partner GmbH standen. Alle 3 Frühschoppen waren prall mit Programm gefüllt, unter 5 Stunden war der von Büttenmeister Olli Illguth zusammengestellte Ablaufplan nicht zu bewältigen.Und wie immer waren sie alle da, die man beim MKC als Programmpunkte kennt: Die Prinzengarde als Opener, danach Hütte-Bütte, die kleine Garde, die Dollen Ollen, unsere Tanzmariechen Clara und Johanna, Werner-Bütt, die Tourettes, Bivis & Womanizer, Stammtischbrüder, Männerballett, Großes Showballett und Mäcky-Finale. Ein kleines (im wahrsten Sinne des Wortes) Highlight der diesjährigen Saison war unser Kleines Showballett, so süß, so passende Kombination aus Musik, Kostümen, Performance - einfach großartig. Apropos Musik, die musikalische Untermalung oblag auch in diesem Jahr den Matzi-Boys und dem Matzi-Girl, Antje Kaufmann.

Und all die Gastauftritte, die wir hatten: Nadine, die Tochter von Werner, der das Büttige quasi in die Wiege gelegt wurde. Silke Hoch, wie immer mit Schlüpferparty und „Nacksch“ und „Fertsch“. Die Senatsdancer, die uns am 2. Frühschoppen beehrten. Ebenso war das Prinzenpaar samt Ordonnanz zu Gast. Die KKH-Trommler, die diese Saison, in ihrer Jubiläumssaison Nr. 30 so oft da waren, dass sie bereits darüber nachdenken, ob „MKC-Trommler“ nicht fast treffender wäre. Christian und Bit aus Treffurt vom TCV, die quasi aus einer Schnapsidee, einmal gemeinsam mit den Tourettes den Fachkräftemangel besingen zu wollen, beim MKC auch schon fast heimisch geworden sind. Eine ebenso freundschaftliche Verbindung gibt es nun schon im 2. Jahr mit einem “Mann vom Berg“, der auf der Bühne offiziell verkündete, dass er den Besuch beim MKC als einen solchen bei Freunden empfindet - Alex Kalkhoff, aka „Der Bestimmer“.

Apropos Freunde vom Berg. Neben dem KCA waren der FKK aus Feldengel, der WCC aus Witterda, der KCR aus der Reseda, unsere langjährigen Freunde von der Freiwilligen Feuerwehr Petersberg/Marbach nebst ihrer Bürgermeisterin, der KKH, die Surbörner aus Bad Liebenstein und natürlich der MCC aus Mihla mit Vereinsabordnungen unsere Gäste - Vielen Dank auch euch für ein gutes vereinsmäßiges Miteinander.

Nach 3 erfolgreichen Frühschoppen war es dann auch schon wieder vorbei mit dem klassischen Sitzungskarneval - Schade! Schade übrigens auch, dass unsere Stimmungssängerin Gerda Gabriel in dieser Saison aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte.

2. Kinderkarneval

 Unser Kinderkarneval, gleich am Sonntag nach dem 1. Frühschoppen, ist seit Jahren ein Garant für eine prall gefüllte Narrhalla. Und auch wenn wir an diesem Tag eigentlich ein Programm speziell für die Kinder machen, ist es schon faszinierend, wie viele Erwachsene ein einzelnes Kind da mitunter begleiten.

 Jedenfalls stellte der Ausfall von Gerda Gabriel uns für die Durchführung des diesjährigen Kinderkarneval doch vor einige Herausforderungen. Denn Gerda ist ja auch bekannt als „Susi Sause“ und als diese war sie eigentlich geplant als Highlight für die Kinderunterhaltung. Kurzfristig musste Büttenmeister Olli also einen alternativen Act auf die Bühne zaubern. Apropos Zaubern: Gezaubert hat nicht nur der Olli, sondern auch der Zauberer „Jarimo“. Der war nicht nur sehr kurzfristig verfügbar und binnen weniger Minuten verpflichtet, sondern der war auch richtig gut. So war es denn kein Wunder, dass die Kinder aufmerksam seinen Tricks und Zaubereien folgten und einige waren besonders stolz, als sie als kleine Assistentinnen und Assistenten mit Jarimo auf der Bühne zaubern konnten. Komplettiert mit den Auftritten der Kleinen und Großen Garde, der Bivis, der beiden Tanzmariechen und unserem Kleinen Showballett war der Nachmittag wie im Fluge vergangen und alle Gäste gingen bestens gelaunt nach Hause.


Natürlich gab es auch in diesem Jahr einen Kinderelferrat. Die kleinen Ministeranwärterinnen und -anwärter haben schon mal einen Eindruck davon bekommen, wie herausfordernd die närrische Bühnenpräsenz ist. Und sie haben diese Aufgabe beinahe besser gemeistert als die „Großen“ Elferräte. Sehr diszipliniert auf ihren Plätzen sitzend und geradezu „wild“ darauf, nach einer kurzen Bühnenpause wieder auf ihre Plätze zurück zu dürfen - Meine Damen und Herren Minister, da könnt ihr euch eine Scheibe abschneiden.

3. Kostümbälle

 Die diesjährigen Kostümbälle waren ganz im Stile eines typischen Samstag-Abend in den 80ern ausgerichtet. Denn das Kostümballkomitee um Komiteechefin Nicole „Purzel“ Iffarth hatte 2 Granden des deutschen Unterhaltungsfernsehens, den Erfinder der großen Samstagabend-Show Frank Elsner, verkörpert von unserer einzigen männlichen Ministerfrau Mitch Linke, und seinen Nachfolger in der Show, Mr. „Wetten, dass..?“ Thomas Gottschalk aka Sascha Iffarth auf die Bühne geholt. Vor der Bühne, quasi vor der Mattscheibe, hatten sich an beiden Abenden zahlreiche “Familien“ eingefunden - Purzel beschrieb es als ihre Erinnerung an die 80er, dass sich die Familie Samstagabend gemeinsam vor die Glotze setzte und „Wetten, dass..?“ guckte - und konnten ein Feuerwerk der 80er-Jahre-Klassiker erleben.

Los ging es gleich mit dem Eröffnungstanz, einer im Vorjahr geborenen Idee, in der Tänzerinnen der verschiedenen Formationen und sogar Ehemalige sich gemeinsam auf die Bühne stellen und miteinander tanzen, als würden sie das ganze Jahr miteinander trainieren. Der Intergenerationstanz ist jedenfalls ein voller Erfolg, denn die ersten vier Projekte Eröffnungstanz aus dieser und der Vorsaison haben uns gelehrt, dass danach die Stimmiung im Saal zumeist schon am Siedepunkt ist.



Was dann kam, war „Wetten, dass..?“, wie es das Publikum aus unzähligen Sendungen der Show kennt, nur besser. Wetten von der „normalen“ über die Kinder-, die Außen-  bis hin zur Baggerwette und dazwischen Showgrößen, die das 80er Jahrzehnt geprägt haben: ABBA, Modern Talking und Udo Lindenberg waren da, Al Bano und Romina Power, unsere Schlagerboys als „Opus und Helden“, das Ballett des Friedrichstadtpalastes, die mittlerweile als Showballett des MKC auftretenden früheren Tänzerinnen von Michael Jackson. Natürlich gab man auch dem Nachwuchs eine Chance, in dem eine noch nicht ganz so bekannte Tanzformation namens „Bivis und Womanizer“ ebenso auftreten durften, wie die Chartbreaker, ein Gesangsduo, welches das Publikum auf eine musikalische Reise durchs Jahrzehnt nahm und denen es nach verlorener Wette auch oblag, das Finale zu bestreiten. Wenn das Saalpublikum es zu wild mit Konfetti und anderem „Schmutz“ trieb, war die „Dollen Ollen“-Reinigungs GmbH jederzeit als Saaldienst präsent, um jeglichen Schmuddelkram mit dem tanzend geschwungenen Besen zu entfernen.Am Freitagabend hatten wir besondere Gäste: Die SCVler aus Schmira haben allein fast 2 Tische belegt und die Schmiraer sind echt trinkfest, wenn man ihren Beitrag an der unsererseits verlorenen Saalwette zum Maßstab nimmt. Auch die Gispi-Füchse haben es sich nicht nehmen lassen, unserer 80s-Party beizuwohnen, ebenso wie Samu, der wie in jedem Jahr zu unseren Kostümbällen an einem Abend die Stimmung anheizt.

Der Samstagabend war in diesem Jahr noch begehrter als in jedem früheren Jahr. Bis auf den letzten Platz und sogar noch ein paar Zusatzplätze war der 2. Kostümball schlicht überbucht. Ob die hohe Nachfrage an den auch in diesem Jahr namensgebenden Sponsoren Bauservice Poßecker und Fahrschule Hofmann & Hofmann sowie letztmalig MR Montageservice Rudau (wegen seiner Geschäftsaufgabe steht Mario Rudau künftig als Sponsor nicht mehr zur Verfügung) lag, wer weiß das schon so genau? Jedenfalls waren sie gemeinsam Namenspatrone und die Hütte war zum Bersten gefüllt. Wenn es hier eine Korrelation geben sollte, würden wir uns freuen, wenn ihr auch nächstes Jahr wieder dabei seid! 😉

Mit 2 Tanzrunden zwischendrin und einer finalen Tanzrunde am frühen Morgen gab es zusätzlich zum prall gefüllten Programm auch ausreichend Bewegungsangebote für unser Publikum. Die beiden Abende waren ein voller Erfolg, wenn wir unser eigenes Empfinden und die zahlreiche Resonanz unserer Gäste zum Maßstab nehmen. Nach zwei ausgiebig gefeierten Kostümbällen hieß es dann für alle Narren: Ab ins Bett. Denn am nächsten Morgen mussten wir wieder zeitig fit sein für unseren…

4. Umzug

 Es gibt eine Stadt unweit von Marbach, die hat es binnen 2 Jahren zum 2. Mal nicht geschafft, einen klassischen Karnevalsumzug zu realisieren. Die einen (die GEC) berufen sich auf die unverhältnismäßig hohen Sicherheitsanforderungen, die die Stadt an die Durchführung stellt, und durch die der Umzug für die GEC nicht zu stemmen ist. Die anderen, also die Stadt, stellt die hohen Anforderungen und ist parallel nicht in der Lage, mehr als 190.000 Euro dafür aufzubringen, damit der Umzug in dieser Stadt stattfinden kann. Naja, 100.000 Euro Miete für ein Museum, das niemand braucht und plötzlich auch niemand mehr zu wollen scheint, sind da sicher zweckmäßiger eingesetzt.

Weil also wieder einmal kein Umzug in der Landeshauptstadt stattfand, hat unsere Zugministerin Becca Linke kurzerhand alle Anträge gestellt und schon konnte in Marbach stattfinden, was in der nahen Stadt nicht möglich war. Also begann am Sonntag, den 2. März um 10 Uhr unser 5. MKC-Umzug durch unseren schönen Ort.

 Noch ein Ärgernis ist untrennbar mit der Stadt verbunden. Auf Anregung des Tiefbau- und Verkehrsamtes und Bitten der Polizei wollte unsere Freiwillige Feuerwehr den Zug als Schlussfahrzeug absichern. Leider gibt es in unserer Berufsfeuerwehr großes Elend, denn der komm. Amtsleiter persönlich soll dem Vernehmen nach die Nutzung des Feuerwehrfahrzeuges abgelehnt haben. Da hat jemand die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit aber mal so richtig gar nicht verstanden. Die Stadt ist bereit, 190.000 Euro für das Brauchtum auszugeben, aber schlussendlich drohte der Marbacher Umzug am Sparwahn eines Einzelnen und 30 Litern Diesel für 2 Stunden Zugbegleitung zu scheitern? Dabei macht sogar die Berufsfeuerwehr regelmäßig Erkundungsfahrten - ein guter Entscheider hätte hier wohl einen Weg gefunden, unserer FF eine Erkundung durch Marbach zu genehmigen. Zum Glück ist ja auch das THW in Marbach beheimatet und die sprangen kurzerhand ein, um unseren Umzug so sicher wie irgend möglich zu machen. Danke an dieser Stelle an den THW-Ortsverband und Pascale Kruspe und Paul Günther für die Bereitschaft, das Event zu unterstützen.

Ein Megalob muss man an dieser Stelle den Damen und Herren von der Landespolizei machen. So viel Polizeiaufgebot hat Marbach noch nie auf einen Schlag gesehen. Nicht weniger als 17 Polizeifahrzeuge nebst Besatzung sicherten die Umzugsstrecke ab und trugen so dazu bei, dass sich auf unserem Umzug bei all den Verrückten da draußen, die solche Events für ihre religiösen oder sonstig irrigen Motive nutzen, wirklich niemand unsicher fühlen musste.


Der Rest dieses Umzuges ist schnell beschrieben. Becca hatte einen straffen Zeitplan vorgegeben und den haben wir komplett eingehalten. Zwischendrin war sogar immer noch einmal Zeit für einen Schlagerstrudel, den Büttenmeister Olli in den Verein eingepflanzt hat, seit er seit letztem Sommer großer Roy-Bianco-Fan ist. Und die Mädels der Kleinen und Großen Garde gingen regelrecht in den Strudelwettstreit. Spaß war also nicht nur unter den Zugteilnehmern gewährleistet, auch die zahlreichen Marbacher und anderen Zaunsgäste hatten sichtlich Freude am bunten Treiben. Das Wetter hatte zudem sein schönstes Gesicht aufgelegt, denn bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein bekommt man auch schon Anfang März Frühlingsgefühle.Nach dem absolvierten Umzug fanden sich unser MKC-Zug, aber auch viele der Besucher vom Wegesrand, zum Umzugsfinale im SuFz ein. Dort wurde weiter getanzt, gelacht und geliebt - Marbach lebt!

Der Umzugstag war so großartig, dass wir keines ausschließen wollen, es könnte einen 6. Marbacher Umzug geben.

5. Rosenmontag

 Am Rosenmontag kehrte beinahe wieder Normalität ein. Pünktlich ab 8:30 Uhr waren einige Ministerinnen und Minister wieder im SuFz, um unsere traditionelle Kappenfahrt, unsere Tour durch soziale Einrichtungen zu absolvieren. Die Tour hatte nach einer kurzfristigen Absage der Ottis von der Otto-Lilienthal-Gemeinschaftsschule wieder ihren klassischen Verlauf: Start in unserer Narrhalla mit dem Kindergarten, danach Verlegung zum Förderzentrum 1, weiter in die Zweig- und schließlich die Hauptwerkstatt des Christophorus-Werks in Erfurt. Vier Mal hieß es also Tanzen für die beiden Garden, die beiden Showballetts und die Tanzmariechen. Und vier Mal singen für unsere Tourettes.

Unser Publikum war jeweils sehr gut gelaunt und sehr angetan von unserem kleinen Programm. Die Resonanz war überall gleichermaßen: „Bis nächstes Jahr.“ Beziehungsweise bis übernächstes im Förderzentrum, denn dort wird nächstes Jahr aufgrund der Ferienschließung keine Rosenmontagsparty stattfinden.Am Abend stand dann die letzte öffentliche Veranstaltung des MKC in dieser 64. Session auf dem Programm. Büttenmeister Olli hat aus der früheren Tanzparty mit einem Karnevalsprogramm light mehr oder minder einen „Spätschoppen“ gemacht, denn letztlich fehlte nicht viel an Programmpunkten der vorherigen Veranstaltungen. Sogar Christian von „Christian & Bit“ hatte es sich nicht nehmen lassen, noch einmal für einen Auftritt von Eschwege anzureisen - Danke, dass du für den MKC diesen Weg auf dich genommen hast. Die Hütte war jedenfalls noch einmal gut gefüllt für einen Werktag und mancher Gast tanzte bis in den frühen Morgen. Danach stand noch der traditionelle „Abriss“ des harten Kerns auf der Agenda und es wurde noch geklönt, bis der neue Tag schon fast dämmerte. War es dann etwa doch ein Dämmerschoppen?

Ein bisschen traurig wurde es dann doch noch zum Ende der Saison. Frieda Schmidt, Trainerin, und Olivia Sliwka, beide gleichermaßen mehr als ihr halbes bisheriges Leben Aktive in Garde und Showballett, haben sich leider entschieden, fortan nicht mehr jedes Jahr aufs Neue neue Tänze lernen und auf unserer Bühne präsentieren zu wollen. Ein Entschluss, den man nach so vielen Jahren und unzähligen Aufführungen wohl oder übel (und dennoch schweren Herzens) akzeptieren muss. Wir danken beiden für die lange und gute Zeit im MKC und freuen uns, dass ihr auch weiterhin - wenn auch nicht mehr so aktiv - Mitglieder und Teil der MKC-Familie bleibt.

Um schließlich keinen der Vereine zu vergessen, die den Weg nach Marbach gefunden haben, sei der guten Form halber noch der Besuch der Erfurter Carnevalskanonen erwähnt. Und natürlich waren die MKC-Trommler auch wieder da.😉

6. Saisonausklang

 Am Dienstag begann dann schon wieder der Rückbau, damit die Halle alsbald wieder für den Sport genutzt werden kann. Viele fleißige Helfer haben die Zeit bis Freitag genutzt, um alles wieder sauber und sportgerecht zu machen.

Am Aschermittwoch stand dann auch schon der finale Saisonausklang, die Beerdigung unserer 64. Session auf dem Programm. Dabei war besonders positiv zu bemerken, dass nicht nur die Elferräte und ihre Partner*innen den Weg in unser Vereinsheim gefunden haben, sondern auch Vertreter einiger Tanzformationen und die mittlerweile schon fast zur MKC-Familie gehörenden Pietschs von unserem Catering-Team.Nach einem positiven Saisonfazit von unserem Präsidenten und der Rückgabe des „Rathausschlüssels“ an unseren Ortsteilrat und Minister Martin Hanemann, der die Aufgabe „i.V.“ der Ortsteilbürgermeisterin übernahm, griff sich Holm Leifer vom Männerballett noch das Mikro. Holm resümierte, dass wir wieder eine großartige Saison gefeiert haben, uns allerdings bewusst machen sollten, dass wir nicht jedes Jahr noch weiter, noch höher, noch schneller werden können. Vielmehr sollten wir uns gemeinsam bemühen, das hohe Niveau, was der MKC einfach einmal mehr unter Beweis gestellt hat, zu halten. Und er appellierte an das Miteinander im Verein, das bei allen großen Shows für unser Publikum keineswegs in den Hintergrund rücken sollte. Recht hat er.

Am nicht ganz so späten Abend war dann endgültig die saisonale Flamme erloschen. Nun haben wir wieder 8 Monate Zeit, bis am 11.11. wieder die Flagge des MKC über Marbach weht.

7. Danksagungen

 So eine Session ist ohne die nötige Unterstützung nicht zu stemmen. Da gibt es zahlreiche finanzielle Herausforderungen, Hallenmiete, Technik, Kapelle, GEMA, Kulissen, Kostüme usw. Für die Begleichung dieser Kosten geht ein besonderes Dankeschön an unsere treuen Sponsoren. Ohne euch wäre das alles nicht auf diesem Niveau zu bewältigen.
Es gibt aber auch die organisatorischen Herausforderungen, bei deren Bewältigung wir uns glücklich schätzen können, hier jährlich auf Unterstützung von außerhalb des Vereins zu erhalten. Da war bereits vor der Saison Winne Lorenz im Einsatz, um, wie in jedem Jahr, die Videoübertragung aus dem Saal in unseren VIP-Bereich zu ermöglichen.

Vor, während und nach der Saison ein echtes Juwel ist unser „Ube“ Bernhard Fritz, der seit Jahren unser Technik-Team komplettiert und in diesem Jahr infolge des Ausfalls vom bisherigen Cheftechniker Marco immer dann besonders gefordert war, wenn unser Neu-Cheftechniker Lucas noch Pflichten bei seinem alten Verein auf dem Berg zu erledigen hatte. Und er hat es bravourös gemacht.

Auch das Bühnentechnik-Support-Team, bestehend aus Leon Illguth, Lennard Wellsow und Jan-Luca Sliwka hat einen tollen Job gemacht. Ebenso wie das Jung-Burschen-Team des MBV, welches an unserem 1. Kostümball die Garderobe übernahm.
Dass unsere Freiwillige Feuerwehr seit Jahren ein Top-Supporter für alle Fälle, in denen wir Siggi Seidel und seine Truppe brauchen, ist so selbstverständlich, dass es fast nicht erwähnt zu werden braucht. Und dennoch, liebe FFler, ihr macht das immer Klasse. Auch euch gilt unser Dank.

Auch wenn er bereits Mitglied ist, wollen wir an dieser Stelle Carl Chmielewski noch erwähnen, Carl hat sich in dieser Saison als multifunktional wie ein Schweizer Taschenmesser gezeigt: Aufbauhelfer, Technikteam-Mitglied, Umzugsfahrer, ja sogar Rosenmontags-Mitabreißer. Es gab kaum einen Job, den Carl nicht gewuppt hätte.

Um schließlich nicht den Fehler zu begehen, jemanden vergessen zu haben, danken wir allen nicht explizit Genannten, die diese Saison - aktiv oder passiv - zu der geilen Saison gemacht haben, die sie einfach war.

Ein großes Narrenherz hat aufgehört zu schlagen - In Gedenken an unser Ehrenmitglied Dr. Bernhard Vogel

Er war ein Pionier der ersten Stunde. Geboren im karnevalistisch eher unterbelichteten Göttingen verschlug es ihn nach Abschluss des Studiums in das für Rheinische Frohnaturen schon eher bekannte Rheinland-Pfalz. Von dort kam er schließlich 1992 in das noch frisch zur Bundesrepublik beigetretenen Thüringen und wurde hier zum bis heute einzigen Ministerpräsidenten, der dieses Amt in zwei Bundesländern inne hatte. Den ersten Jahren im vereinten Deutschland hat er für unser Bundesland seinen Stempel aufgedrückt, seine Handschrift gegeben.

Die Rede ist von keinem Geringeren als Dr. Bernhard Vogel, der am vergangenen Sonntag, dem Tag unseres Umzuges, im Alter von 92 Jahren verstorben ist.

Eben jener Bernhard Vogel hatte ein großes Herz für den Karneval. Während seiner Zeit hier in Erfurt war er gern und mehrfach gesehener Gast bei Veranstaltungen des MKC. In seiner Erinnerung berichtet Minister Michael Panse davon, wie ihm Bernhard Vogel die Bedeutung des Brauchtums Karneval vermittelte, ihm empfahl, sich einen Karnevalsverein zu suchen. Und als dieser nicht wusste, wo er diesen Verein finden könnte, nahm ihn Bernhard Vogel kurzerhand nach Marbach mit, „denn hier sei der Karneval besonders gut“!

Weil sich Bernhard Vogel hier so wohl fühlte, wurde er schließlich Ehrenmitglied im MKC.

Nun ist Dr. Bernhard Vogel nach einem langen, erfüllten Leben von uns gegangen. Wir werden unserem Ehrenmitglied immer ein ehrendes Andenken bewahren.