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Es ist vorbei, bye, bye …

Musikkenner werden es gleich erkannt haben, dass die obige Zeile aus einem Rio Reiser Klassiker stammt. Gut der Rio hat vom Junimond gesungen und wir haben ja gerade eher den Februarmond.

Doch seit gestern Abend kurz nach 18:11 Uhr ist es traurige Gewissheit, unsere 65. Saison ist vorbei. Bye, bye du schöne Saison. Im Gegensatz zum Rio können wir auch nicht behaupten, dass uns das nicht ein bisschen weh täte.

Jedenfalls hat sich gestern unsere Ortsteilbürgermeisterin Katrin Böhlke "ihren" Schlüssel und damit die Macht über Marbach wieder zurückgeholt. Denn gestern Abend kamen wir ein letztes Mal zusammen, um die 65. Saison unter dem Motto "Ob Kostüme, Bütt oder Choreographie - hier kommt nix von der KI" im Vereinskreis zu beerdigen. Dabei schauten wir traditionell auf die von unserem "Paparazzo" Eddie über die Saison geschossenen Fotos und zurück auf die Wochen, die nun hinter uns lagen.

Ein bisschen Rückblick wollen wir euch an dieser Stelle auch zuteil werden lassen. Denn wie sagte es unser früherer Vereinsfotograf Siggi Falke so schön: Alles, was nicht dokumentiert ist, ist auch nie passiert. Daher dokumentieren wir lieber mal, bevor am Ende Zweifel aufkommen, ob es überhaupt diese 65. Session gegeben hat.

Nachdem wir am 11.11.25 den Schlüssel übernommen hatten, ging am 17.01.2026 der Aufbau los, schließlich soll schon 2 Wochen später der erste Frühschoppen starten. Unser Bauteam um Ali und Andi, tatkräftig unterstützt von unserem Männerballett und vielen anderen fleißigen Helfern leistete ganze Arbeit, denn der Aufbau lief reibungsarm - gemeinsam sind wir eben stark.

Noch eine Woche vor unserem Aufbau gab es ganz schlechte Vorzeichen, denn der plötzliche Tod unseres Ministers Uli Hanemann war für uns alle ein schwerer Schock. Mit einer Gedenkansprache für Uli und unseren ebenfalls wenige Monate vor Saisonbeginn verstorbenen Ministerkollegen Werner Mattausch startete unser Präsident, Dr. Frank Limberger, dann am 31.01.2026 in den ersten Frühschoppen und wiederholte dieses würdige Gedenken auch zu den anderen beiden Frühschoppen - ganz ohne Trauerminute, denn die hätten Uli und Werner als echte Vollblutkarnevalisten niemals gewollt.

Im Sinne von Queens "The Show must go on" ging das Programm nach diesem Prolog los und der MKC marschierte in die Narrhalla ein. Ging Stunden volles Programm erwarteten unsere zahlreichen Gäste. Unsere Freunde vom WCC aus Widdern kamen mit großem Aufgebot und hatten zudem mit Annamaria und Christin mitgebracht, die im Ehebett liegend ein närrisches Zwiegespräch (auf)führten. Robin vom MCC aus Mihla stand zu allen 3 Frühschoppen als Urlauber auf unserer Bühne und in der Bütt, ebenso Wieland Henze vom Handwerker-Carnevalsverein aus Weimar als Ali Baba. Die GEC-Dancer performten auf unserer Bühne. Der Singende Gärtner aus Töttelstedt, Norbert Nitsche, gehört schon traditionell zu unserem Programm und natürlich haben wir zahlreiche eigene Nummern närrischen Hochgenusses, die unser Publikum begeisterten.

Erfreulich war auch, dass unsere Freunde vom Surbörner Carneval Club trotz winterlicher Straße den Weg aus Bad Liebenstein auf sich genommen haben. Versprochen - nächstes Jahr sehen wir uns zum Gegenbesuch bei euch.

Nach einer zünftigen Aftershow-Party standen wir am Sonntag schon wieder bereit, denn pünktlich am Nachmittag schwärmten zahlreiche Kinder mit ihren Eltern in die Narrrhalla, denn der Kinderkarneval stand auf dem Programm. Dank unserer Gerda als Susi Sause und einem kleinen Potpourri an Auftritten unserer Tanzgruppen ging der Nachmittag schnell herum. Kinder sind ein solch dankbares Publikum.

Eine Woche später fanden am Samstag und Sonntag der 2. und 3. Frühschoppen an. Der 2. Frühschoppen war wie immer ausverkauft, präsentiert von der Rost Bedachungen GmbH und das Erfurter Prinzenpaar begleitet von Exi und den KKH-Trommlern waren zu Besuch. Der 3. Frühschoppen wurde präsentiert von der Hubert Müller & Partner GmbH und war mit fast 6 Stunden Dauer der wohl längste Frühschoppen der MKC-Geschichte. Apropos Geschichte! In selbige wird er auch eingehen, weil es der 1. Besuch vom derzeitigen Oberbürgermeister, Andreas Horn, war. Zu Besuch waren auch an diesem Wochenende auch weitere befreundete Karnevalsvereine, vom FKK aus Feldengel, vom KCA aus dem Bergdorf, vom AKC und der Reseda aus Erfurt und natürlich die Freunde vom MCC aus Mihla sowie Christian und Bit aus Treffurt. Ach ja, und noch ein Novum gab es zu beiden Frühschoppen: Das Achterle der blauen 7 aus Bundorf begeisterte das Publikum ebenso wie die anderen beiden Büttenredner. Standing Ovations für das gesprochene Wort, das erlebt man in dieser Form nicht so oft. Dabei war René, wie das Achterle mit bürgerlichem Namen heißt, eine "Zufallsbekanntschaft" bei unserem Besuch in Feldengel - doch dazu später mehr.

Leider war die Frühschoppenzeit damit schon wieder Geschichte und die Saison bog auf die Zielgerade ein. Hatte manch ein Minister sogar die Kapazitäten, noch Auswärtsbesuche zum Weiberfasching zu machen, stand das letzte Saisonwochenende bevor und hatte an jedem Tag seine Höhepunkte. Unsere Kostümbälle am Freitag- und Samstagabend (der 2. KB präsentiert von Fahrschule Hofmann & Hofmann, Heiko Hempel Heizungs- und Sanitärtechnik sowie Schlüssel Körtelt GmbH) standen ganz im Zeichen von Amore, schließlich lag der Valentinstag mittendrin. Am Sonntag zogen wir mit dem wohl größten Tross Richtung Domplatz, denn schließlich gab es mal einen Umzug. Unser Dank gilt an dieser Stelle der Firma Eisen Fischer für die Zurverfügungstellung des Umzugs-LKW sowie Matthias Radzio von der videowallvermietung.de für den Videowürfel, der die besondere Stellung des MKC im Erfurter Karneval im wahrsten Sinne des Wortes versinn-bildlichte.

Der Rosenmontag war so, wie Rosenmontag beim MKC immer ist. Tagsüber Kappenfahrt durch Erfurt mit Auftritten vor unseren "Marbacher Lausbuben", den Ottis von der Otto-Lilienthal-Schule sowie den beiden Einrichtungen des Christophorus-Werks, bei denen wir seit Jahren ein fester Bestandteil ihrer eigenen Rosenmontagsfeiern sind. Und abends schließt unsere Rosenmontagsparty den Kanon der öffentlichen Veranstaltungen. Was uns fast ein bisschen Sorge macht, aber dennoch riesig freut: Der Rosenmontag ist mittlerweile so gut besucht, dass wir fast an unsere Kapazitätsgrenzen kommen. Die wenigsten Bauherren bauen eben zu groß, zu klein gebaut haben hingegen schon viele - so auch wir bei der Errichtung unseres SuFz vor über 20 Jahren.

Unsere eigenen Veranstaltungen waren gesäumt von den Besuchen bei anderen Vereinen. Begonnen hat diese Tournee beim KCA zum Dämmerschoppen. Danach waren wir in Feldengel beim FKK, schließlich wie in jedem Jahr beim MCC in Mihla und zu guter Letzt in Witterda beim WCC. Auch dort hatten wir viel Spaß und jede Menge gute Gespräche mit guten Freunden - Karneval vereint eben.

Nun müssen wir wieder 265 Tage warten, bis die MKC-Fahne wieder über Marbach weht. Zeit, die wir gern nutzen wollen, um wieder eine tolle Saison zu organisieren. Schließlich erreichen wir mit der 66. Saison ein besonderes närrisches Jubiläum.

Schließen wollen wir mit Worten des Dankes. Dank an alle, die in dieser Saison ihren Beitrag geleistet haben, dass es eine erfolgreiche Saison war, allen Sponsoren, allen Helfern, allen Akteuren vor und hinter der Bühne und natürlich euch, unserem Publikum.