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April, April - Ein Wort in eigener Sache

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Es gibt Tage im Jahr, die mit einer bestimmten Sache assoziiert oder Tradition verbunden werden.

Das Jahr beginnt mit Neujahr, für viele gleichbedeutend mit dem 1. Tag, an dem die eigenen guten Vorsätze, die keine 24 Stunden alt sind, erst mal verschoben werden.

Frauentag heißt für viele Männer, einen Blumenladen zu suchen; Muttertag die Suche zu wiederholen.

Für eben diese Spezies ist der Männertag dagegen der Feiertag schlechthin, an dem man sich selber feiert. Viele, die sonst den Spaziergang meiden wie der Teufel das Weihwasser, spazieren dabei kilometerweit durch die Natur. Gern werden an diesem Tag auch in wochenlanger Kleinarbeit gefertigte Zugwagen, Karren oder sonstige Vehikel zur Ausfahrt genutzt (Achtung! Nicht zu verwechseln oder gleichzusetzen mit der gleichnamigen jährlichen Ausfahrt des MKC!). Der Tag nach „Vatertag“ ist dann für viele „Katertag“, verbunden mit einem Tag Urlaub oder Überstundenabbummeln.

Natürlich hat fast jeder von uns Erinnerung an mindestens ein Ostern, an dem er mehr Eier versteckt hat, als die Kinder bzw. Enkel dann gefunden haben.

Vergessen will ich in dieser Aufzählung natürlich nicht Weihnachten, früher das Fest der Liebe, heute eher das des Konsums. Denn nachdem die Liebsten am 24. mit Geschenken überhäuft worden sind, beschenken wir uns danach selbst mit Fetten, Zucker, Alkohol und sonstigen ungesunden Dingen - getreu dem Motto

„Wer nicht ‚waagt‘, der nicht gewinnt!"

Und das Fest der Feste ist für jeden Karnevalisten selbstredend der Karneval, über Wochen gehend und am 11.11. eines jeden Jahres beginnend.

Normal muss man sich ja diese jährliche Saisoneröffnung mit dem Martinsfest „teilen". Aber die Erfurter Kirche hat da schon immer ein Einsehen mit uns Narren und veranstaltet das hiesige „Laternchen“ bereits am Vorabend auf dem Domplatz. Das ganze Jahr predigen wir Erwachsenen: „Messer, Gabel, Scher´ und Licht sind für kleine Kinder nicht“, um eben unsere Kleinen an diesem Abend mit Kerzenlicht, umhüllt von einer gut brennenden Papierlaterne, von Haus zu Haus zum Singen und Rezitieren zu schicken.

Aber seitdem wir nicht mehr gen Osten, sondern nur nach Westen schauen, wird diese Tradition immer mehr durch das amerikanische Halloween, einer Mischung aus Kinderfasching und Klingelparty, abgelöst. Das Singen wird dabei durch die Quizfrage „Süßes oder Saures?" ersetzt.

Wie meinte schon der große Heinz Erhardt: „Einen hab‘ ich noch“ - es gibt da noch einen festen Tag im alljährlichen Kalender, den 1. April. Kein Feiertag zwar, aber quasi der Urtag der ‚fake news‘.

Selbst versucht man andere, mit erdachten Falschmeldungen zu veralbern, um gleichzeitig hinter jeder noch so unklaren Aussage einen Versuch zu sehen, in den April geschickt zu werden.

Wenn der MKC zum Beispiel jetzt behaupten würde, dass die „Stammtischbrüder“ in der nächsten Saison nicht nur singen, sondern dazu ihren Nachhauseweg vom Stammtisch tänzerisch nachbilden werden, so könnte man ins Grübeln kommen, ob das nicht ein neuer Programmgag sein soll.

Genauso kam ich ins Grübeln, als ich am 1. April auf unserer Homepage im Terminkalender las, dass am Silvesterabend eine Versammlung angesetzt ist.

Ist das ein Gag des MKC-Vorstandes?

Oder ist in der kommenden Saison so viel vorzubereiten und zu organisieren, dass auch dieser Abend mit genutzt werden muss?

Oder verbirgt sich ganz einfach eine neue Veranstaltung des MKC dahinter, die noch unter dem Arbeitstitel „Versammlung" läuft ? 

Als ich am 2. April, am 3. April, am 4. April ... im Homepage-Terminkalender immer noch las, dass der Silvesterabend weiterhin für die Versammlung verplant ist, wusste ich, der Vorstand meint es ernst!

Nun frag‘ ich mich eigentlich nur noch: Was muss ich an diesem Abend vorbereiten? Oder besser noch: Wann kommt meine Einladung???🤔

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